EnBW

Allstars mit klarem Sieg gegen eine JAKO-Bundesliga-Auswahl

10.06.05 19:59

Von Harald Linder

Bretten-Neibsheim. Rund 1500 begeisterte Zuschauer feierten ein Wiedersehen mit ehemaligen Stars der Fußball-Bundesliga beim Spiel der KSC-Allstars gegen eine JAKO Bundesliga-Auswahl am 10. Juni im Talbachstadion des FC Neibsheim. Und sie sahen neben sehenswerten Kombinationen und einigen Tricks auch acht Tore beim 6:2 (0:1)-Sieg der KSC-Allstars gegen die JAKO-Bundesliga-Auswahl.


Dabei legten die Allstars zunächst einen klassischen Fehlstart hin, indem sie reihenweise hochkarätige Chancen versiebten und dafür von Mark Oechler bestraft wurden, der die JAKO-Bundesliga-Auswahl mit 1:0 in Führung schoss. Mit diesem Ergebnis ging es auch in die Pause. Und da müssen Mannschaftskapitän Burkhard Reich und Allstar-Betreuer Andy Carl ihre Truppe ziemlich an der Ehre gepackt haben, denn nach dem Pausenbier („den Tee glaubt uns sowieso niemand“, so Rainer Schütterle) nutzte die Mannschaft ihre Tormöglichkeiten und legte dem bedauernswerten JAKO-Keeper Thomas Walter gleich sechs Eier ins Nest. Torsten Fink, Wolfgang Rolff (je zwei) sowie Rainer Schütterle und Ebse Carl trafen für die Allstars. Dem konnte die JAKO-Bundesliga-Auswahl nur noch einen Treffer entgegen setzen. Dieser war allerdings umso schöner, und kündigte sich regelrecht an. Nachdem der ehemalige Nationalmannschaft-Libero Matthias Herget zunächst noch mit zwei Freistößen gescheitert war, zielte er im dritten Versuch umso genauer und versenkte die Kugel auch zur Freude der vielen Zuschauer unhaltbar für Allstar-Keeper Oliver Schneider.

 

Lothar Strehlau, der Betreuer der JAKO-Auswahl führte den Leistungs-Abfall seiner Mannschaft, in der mit Thomas Walter, Alois Schwartz, Dietmar Klinger, Karl-Heinz und Bernd Förster, Matthias Herget, Jürgen Hartmann, Mark Oechler oder Ralf Vollmer eine Reihe illustrer Namen aus vergangenen Bundesligazeiten standen, nicht nur auf das fortgeschrittene Alter seiner Spieler zurück, sondern auch darauf, dass seine Auswechselbank zu dünn besetzt war. Und in der Tat musste die JAKO-Mannschaft nach den Auswechslungen von Karl-Heinz Förster und Frank Mill, die nur eine Halbzeit spielen konnten, mit Bernhard Raab sogar einen Spieler beim Gegner ausleihen, um wenigstens noch einen Auswechselspieler auf der Bank zu haben.

 

Doch ungeachtet dieser Tatsache steigerten sich die Allstars in der zweiten Spielhälfte erheblich, vielleicht auch weil jetzt Sergej Kiriakow immer wieder die gegnerischen Abwehrspieler zum Kasatschok bat. „Kiki“, der zunächst den Weg nach Bretten nicht fand, trudelte erst im Verlauf des Spiels ein, blieb aber danach beim gemeinsamen Abschlussfest umso länger.

 

Dort wurde noch ausgiebig gefachsimpelt und Erinnerungen an die Zeit ausgetauscht, als man sich in der Bundesliga noch heiße Duelle lieferte, bei denen der ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Hans Fux, manchmal mehr Probleme hatte, als bei der Begegnung im Talbachstadion, bei der neben dem Sport vor allem der Spaß und der gute Zweck im Vordergrund standen. So konnte am Ende Allstars-Kapitän Burkhard Reich einen Scheck in Gesamthöhe von je 2000 Euro an die Lebenshilfe Bruchsal/Bretten und die Jugendabteilung des KSC übergeben.

 

Die KSC-Allstars starteten mit: Oliver Schneider, Gunter Metz, Burkhard Reich, Michael Wittwer, Dirk Schuster, Rainer Schütterle, Torsten Fink, Wolfgang Rolff, Michael Harforth, Eberhard Carl, Arno Glesisus. Von der Bank kamen ins Spiel: Sergej Kiriakov, Rainer Scharinger, Rainer Krieg, Bernhard Raab, Thorsten Ehmann, Axel Kahn und Raul Müller.


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