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KSC-Express war nicht zu stoppen - Allstars gewinnen zum ersten Mal Rudolf-Reinacher-Turnier des FCP - Gastgeber Zweiter - VfR Pforzheim auf Rang drei

30.01.06 20:06

PFORZHEIM. Lange musste das Allstar-Team des KSC darauf warten. Am Samstag hat es endlich funktioniert. Zum ersten Mal gewannen die Karlsruher das traditionelle Altherren-Turnier des 1. FC Pforzheim.



Im Vorjahr wurden die Ex-Profis Burkhard-Reich, Michael Wittwer und Co. noch vom zweifachen kroatischen Turniersieger Inter Zapresic im Finale ausgebremst. Diesmal drehte der KSC den Spieß um und warf nach kleineren Anlaufschwierigkeiten das Team von Ex-KSC-Kicker Srecko Bogdan aus dem Rennen.

Knisternde Spannung zwischen den beiden Top-Favoriten machte sich aber erst in der Zwischenrunde bemerkbar. Dort trennte man sich zwar 2:2. Am Ende hatte der KSC aber eine um drei Treffer bessere Tordifferenz zu verzeichnen. Leidtragender dieses Elefanten-Duells war ausgerechnet der FC Bayern München. Dass die Bayuwaren ohne große Namen angereist waren, rächte sich in Pforzheim.

Unverhofft kommt oft - das durften sich diesmal die Pforzheimer Stadtvereine auf die Fahnen schreiben. So erreichte der 1. FC Pforzheim mit Kai-Uwe Wielandt, Torwart „Matze” Becker, Lutz Weber und anderen nach fast 20 Jahren mal wieder das Finale des eigenen Turniers. Aber auch der VfR Pforzheim mit Andreas Weiner, Jürgen Werner und Franz Mergl hinterließ einen bleibenden Eindruck.

Ungeschlagen in Vorrunde und Zwischenrunde bissen sich die „Rassler“ erst im Halbfinale am FCP die Zähne aus. Nach Treffern von Michael Rosanowski und Toni Oliveira (2) für die Gastgeber kämpfte sich der VfR durch Andi Weiner und Rolf Gau zwar auf 3:2 heran, konnte aber kein Neunmeterschießen mehr erzwingen. Das war auch im Spiel um Platz drei gegen die TSG Hoffenheim nicht nötig. Das 0:1 durch TSG-Stürmer German Scholl machte Kristian Korzuch wett, ehe Holger Ehrismann die Holzhöfer drei Sekunden vor der Schlusssirene auf Platz drei schoss.

Nichts zu erben gab es für den „Club“ derweil im Endspiel gegen den KSC, der letztlich mit 5:0 locker und leicht die Oberhand behielt. Weit mehr zu verdauen als der FCP hatte beim 51. Rudolf-Reinacher-Gedächtnisturnier jedoch das Pechvogel-Team des SC Geislingen. Nicht genug, dass die Schwaben in der Zwischenrunde eine 0:4-Schlappe gegen Nöttingen kassierten.

In einem ruppigen Duell mit dem SV Spielberg schied ein Geislinger mit Armbruch aus. Das dämpfte nicht die Freude im Lager des Turniersiegers. „Wir haben bescheiden angefangen und waren letztlich einen Tick fitter als alle anderen“, bilanzierte Rainer Schütterle.

Und auch beim FCP regierte die Zufriedenheit, besonders weil Spieler der ersten und zweiten Mannschaft hinter den Kulissen kräftig mitanpackten. „"So stelle ich mir funktionierende Vereinsarbeit vor"“, verteilte Turnier-Chef Rosanowski ein Gesamtlob an alle Beteiligten.


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